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Funktionsweise einer Biogasanlage auf NAWAROS Basis

1         Zu verarbeitende Produkte

Zum Einsatz gelangen nur nachwachsende Rohstoffe vom Feld (Mais, Gras, Klee, Getreide, etc.). Diese werden auf einer Siloplatte bei der Anlage zwischengelagert. Benötigt werden ca. 11.000 Tonnen an ?Grünmasse? pro Jahr (entspricht umgerechnet ca. 15.000 Kubikmeter pro Jahr).

2         Ablauf bei der Biogasgewinnung (Prozessführung)

2.1        Anlieferung

Die Grünmasse wird mittels landwirtschaftlichen Fahrzeugen (Traktor + Anhänger) angeliefert, bei der Biogasanlage gewogen, anschließend auf die Vorlageplatte gekippt und durch Radlader in den Fahrsilo transportiert und siliert. Jährlich wird bis zu maximal sechsmal siliert.

 

Mögliche Zeiten für die Siliertätigkeiten sind:

Mais - September

Klee, Luzerne, Gras - Ende Mai (1. Schnitt), Ende Juni (2.), Ende Juli (3.), Anfang September (4.)

Ganzpflanzen (Roggen) - Anfang Mai

Bei den angegebenen Zeiten handelt es sich um Richtzeiten, welche witterungsbedingt nach vorne bzw. nach hinten verschoben werden können.

Durch die Biogasanlage wird auch bisheriges landwirtschaftliches Verkehrsaufkommen entfallen und nicht nur zusätzlich entstehen. Anstatt das Getreide zum Großhändler zu führen und den Mineraldünger vom Händler abzuholen, wird die Grünmasse zur Biogasanlage gebracht und die Biogasgülle abgeholt. Dabei ist mit folgendem Verkehr zu rechnen:

2.2        Lagerung

Die Grünmasse wird bis zu ihrer Verarbeitung in der Biogasanlage auf der Siloplatte gelagert, wobei sie mit Siloplanen und Gitter abgedeckt ist. Diese Lagerungen verursachen keine Geruchsbelästigung und sind in den landwirtschaftlichen Betrieben direkt in Ortsgebieten üblich. Der Silosaft wird in einem eigenen Behälter gesammelt und laufend in die Biogasanlage eingefüllt. Das Regenwasser wird Vor-Ort versickert. Eine Beeinträchtigung von Gewässer ist daher nicht zu befürchten.

2.3        Beschickung

Täglich wird die Grünmasse (ca. 30 Tonnen) von der Siloplatte mit einem Radlader in einen Vorratsbehälter gefüllt, der einen Deckel besitzt. Der Vorratsbehälter reicht für 24 Stunden. Nur während der Befüllung des Vorratsbehälters (ca. 1 Stunde pro Tag) ist ein Teil vom Silo offen, ansonsten ist der Silo immer komplett abgedeckt. Nur bei der Beschickung wird Geruch freigesetzt, der aufgrund von Erfahrungsberichten von vergleichbaren bestehenden Anlagen über 300 m Entfernung nicht mehr wahrgenommen wird (z.B. Fam. Kohlroser, Oberraklitsch, Stmk., Tel. 03472/8640, Fam. Weninger, Mank, NÖ). Aus dem Vorratsbehälter wird alle zwei Stunden die gleiche Menge in die Fermenter eingefüllt. In dem von BEB eingesetzten Verfahren sind die Fermenter runde dichte Becken (ca. 20 ? 25 m im Durchmesser) mit einer Höhe von ca. 6 m. Auf den Fermentern befindet sich die Gashaube (zum Speichern des im Fermenter entstehenden Biogases). Die Gashaube ist ca. 7 m hoch. Die Fermenter mit der Gashaube sind komplett gasdicht geschlossen, damit das entstehende Gas nicht entweichen kann. Es sind immer zwei Fermenter je Biogasanlage vorgesehen. Nachfolgend ein Bild von einem Fermenter mit Gashaube und einem Blockheizkraftwerk.

2.4        Vergärung

In dem Fermenter kommt es zu einer Vergärung (durch Bakterien ohne Luft). Dabei entsteht Gas aus der Grünmasse.

2.5        Endlager

Das Endlager dient dazu, das ausgegorene Material (kein Gas mehr enthalten) zwischen zulagern, bis es als Dünger auf die Felder ausgebracht werden kann (ist ein hochwertiger Dünger, der den ?Mineraldünger? ersetzt). Die Biogasgülle ist durch den Abbau (Vergärung) weitgehend geruchsneutral. Das Endlager ist ebenfalls abgedeckt, um die Ausbreitung des restlichen Geruchs zu verhindern. Die Entnahme erfolgt über eine Kupplung zwischen Güllefaß und Endlager.

2.6        Funktionsschema

2.7        Biogasverwertung

Das in den Fermentern anfallende Gas wird über Leitungen zu einem Blockheizkraftwerk (großer Gasmotor) gebracht, wo es verbrannt wird. Der Motor treibt einen Stromgenerator an. Bei der Verbrennung entsteht ebenfalls Wärme, welche über Wärmetauscher verwendbar gemacht wird und für den Betrieb von Heizungen verwendet werden kann. Das Blockheizkraftwerk befindet sich in einem schallisolierten Container. Der zu erwartende Lärm wird in den benachbarten Häusern nicht mehr wahrnehmbar sein.

 

Die Biogasanlage produziert ca. 4.000.000 KWh Strom, das entspricht dem Stromverbrauch von ca.1.140 Privathaushalten pro Jahr. Weiters produziert die Anlage ca. 3.500.000 KWh Wärme, damit können ca. 300 Einfamilienhäuser beheizt werden.

2.8     Vorteile von Biogasanlagen

  • Die Energiegewinnung aus Biogas ist CO2 ? neutral und trägt zum Klimaschutz bei (es können für den Klimaschutz schädliche Heizungen abgeschaltet werden).
  • Die Düngung mit der verbleibenden Biogasgülle wirkt sich sehr positiv auf das Bodenleben und die Wasserrückhaltefähigkeit des Bodens aus.
  • Die Erzeugung erfolgt in geschlossenen Behältern (Fermentern), keine Geruchs­belästigung im Vergleich zur Kompostierung.
  • Schaffung neuer Einkommensmöglichkeiten für die Bauern.
  • Verringerung der Energieimportabhängigkeit.
   

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Stand: 24.05.18